ArtBasel2014
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ART BASEL 2011

INFORMELLNATUR 2011

Im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung "informellnatur" am 5. Mai, 
Galerie Sabine Knust, Ludwigstr. 7
freuen wir uns, auf die Performance von Suse Weber hinzuweisen, 
die den Abend von 18 bis 21 Uhr begleiten wird.

SUSE WEBER: 
 
Bezeichnete ich meine bisherigen Arbeiten "Emblematische Skulpturen",
so erweitert die Formel:Marionette  den Begriff um folgende Aspekte: 
die Vermehrung von Autorenschaft anstelle von Auflösung der Autorenschaft, 
sie operiert mit den Mitteln der Täuschung auf dem Gebiet der allgemeinen künstlerischen Praxis, beginnt ihre Bewegung als Aspekt ihres Wesens bereits im Herstellungsprozess und sie eröffnet eine neue Politik des Sprachraumes.
 
Sie ist keine Skulptur. 
Sie ist die Grammatik einer Skulptur.
 
 

RHETORICA
 
Performance von Suse Weber
 
Ihre Figuralität  ist manipulierbar wie eine Datenmenge. 
 
Die Formel:Marionette trägt Komposition, Konstruktive und Fragment potentiell in sich. 
Es handelt sich dabei um ein mehrschichtiges Kompositionsverfahren.
Sie ist mit dem Gestaltsymbol und einer Bewegung als bildlogischen Einzelvorgängen verschwistert. 
Sie besteht aus einer kombinatorischen Versuchsreihe wobei die Funktionen als Zeichen kombiniert werden wie Glieder eines Satzes. 
 
Sie formen sich eher zu einer Aussage als zu einem Gegenstand.
 
Ihre Sprache gleicht der einer arithmetischen Form (Verdoppelung und Multiplikation) der einer Wucherung (Anagramm und Palindrom) und der einer Kopie. 
In unterschiedlichen Operationen wie das Wenden, Verschieben, Verwerfen, Sortieren, Hinzufügen ihrer ikonischen Ausstattung, generiert sie bestimmte rhetorische Figuren.
 
Ihr Grundkörper hat sich ein mechanisches Muster angeeignet und täuscht damit mechanische Effekte vor.
Jedoch ist in ihrem Stammbaum die Zeit der industrialisierten Automatisierung, electric body und culture of copy bereits nachweisbar.
Die Herstellung der einzelnen Bildbausteine entsprechen der allgemeinen künstlerischen Praxis und damit artist conditions enthält somit human conditions. Hier beginnt bereits die Bewegung der Marionette.
 
Der Körper, aus einzelnen Morphemen zusammen gesetzt, ist ein semantisches Konstrukt. Sein Prinzip ist das Strukturprinzip der Allegorie, ein Prinzip des Verweisens auf ein Anderes und damit auf seine doppelte und multiple Struktur. 
 
Ihr standartisierter Typus spricht von Normierung und Vermassung. 
Ihr Geschlecht taucht auf als erotische Hieroglyphe, als ein Effekt von Zeichen. 
 
Die Projektionen des Betrachters werden als Illusionen hart zurück gewiesen. Es erfolgt eine Absage an das identifikatorische Sehen, eine Absage an den Subjektstatus des Betrachters. Er kann seine eigene Interpretation der Formel:Marionette nicht einschreiben. Der Betrachter wird lediglich als potentiell veränderbar begriffen.
 
Die  Anordnung der Bildbausteine suggerieren eine spielerische Offenheit und damit fast eine Aufkündigung der Autorenschaft. Jedoch wird diese Illusion schnell zerstört durch die späte Bekanntgabe des hermetisch gestalteten Handhabungssystemes und führt damit vorerst zum Ausschluss des Betrachter Einblickes. 

ab 19. oct 2010

artonnet zu Gast bei Knust x Kunz +:

Einblicke 16:
Frauke Eigen
Jack Pierson
Albert Renger Patzsch
Ursula Schulz-Dornburg

10. sep 2010 - 18. oct 2010